„Freud für die ‚kleinen Fratzen'“* – Kindergedichte im Sigmund Freud-Museum

Für Kinder von ca. 5 bis 12 Jahren

Eröffnung am 4. November 2021 um 18 Uhr, Berggasse 19

Oder ab 5. November 2021 als Teil der Dauerausstellung

Sigmund Freud Museum

* Sigmund Freud an Wilhelm Fließ in einem Brief vom 24. Juli 1893.

Sigmund Freuds Wohnung und Ordination in der Berggasse 19, wo er einen Großteil seiner Schriften und Bücher verfasst hat, beherbergt so manchen aufregenden Gegenstand aus seinem Alltag, dafür aber nur relativ wenige Möbel. Die Wohnung wirkt also verglichen mit den vielen Dingen und Teppichen von damals und natürlich ohne die große Familie der Freuds, er wohnten hier gemeinsam mit seiner Frau Martha, dessen Schwester Minna und bis zu sechs seiner Kinder!, heute relativ leer. Umso suggestiver sind die Gegenstände, die heute noch hier sind, und umso mehr Raum steht für die Phantasie und Fragen an Freud und seine Zeit bereit. Michael Hammerschmid, der in Hörboxen seine Gedichte zu Sigmund Freuds Leben und Alltag ab 4. November 2021 vorstellt, nützen diesen Freiraum und machen mit den Mitteln der poetischen Form suggestive Fenster zu Sigmund Freud auf. Sie sprechen z.B. von Paula Fichtl, der Haushälterin Freuds, die ihn bis zu seinem Tod in England begleitet hat, anhand ihres winzigen Zimmers. Sie schlüpfen in die Rolle eines der Chow-Chows der Familie Freud, zu denen Freud eine sehr innige Beziehung hatte. Sie denken darüber nach, ob man sich Träume nicht am besten gleich nach dem Aufwachen aufschreiben sollte. Oder sie stellen die Frage, wie es ist, wenn man bei einer Psychotherapie seine „Geheimnisse“ preisgibt? Und sie bringen auch zur Sprache, was Sigmund Freud und seine Familie aus ihrem Wiener Leben in der Berggasse 19 vertrieben hat: Die grausame Androhung von Verfolgung und Tod durch die Nazionalsozialisten.